Zwischen Magelanstrasse und Canal Beagle

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Es ist regnerisch, kalt, der Wind aus Süd bis West. So auch unsere Richtung durch Seno Pedro und Canal Acwalisnan mit seiner Engstelle Paso O’Ryan die wir mit guten 4 Knoten Gegenstrom passieren. So brauchen wir 2 Tage durch diese für Yachten verbotenen Gewässer, aber sehenswerte Abkürzung allerdings ohne Tiefenangaben in der Seekarte.

Flussüberquerung, Caleta Felix im Seno Pedro

Weiter geht’s, gleiche Richtung hoch am Wind in den Canal Cockburn, wo es von Süd bis West kein schützendes Land hat. Der Seegang der ewigen Westdrift mit gegen ihm laufenden Ebbstrom kein Vergnügen.

Plötzlich 40 knoten Wind, Ithaka mit 45° Schräglage, eine schlagende Schot zerfetzt die Sprayhood…
…bei Beduin ist’s das Großsegel trotz dritten Reff…
…zum Glück ist Canal Ocasión nicht mehr weit.
In Caleta Brecknock finden wir Schutz…

…trotz heftiger Williwaws.
Kaum haben wir die Boote sturmsicher vertäut sehen wir einen Zorro Fueguino, auch Andean Wolf, eine Fuchsart in der Größe eines Schäferhundes mit unglaublich buschigen Fell. Gemütlich läuft er am Ufer entlang, seine Beute ein Otter im Maul. Wegen seines Felles, auch weil er Schafe reißt fast ausgestorben. Nach dem Puma das zweitgrößte Raubtier Patagoniens.

Caleta Brecknock, nach fast einem Jahr wieder auf Feuerland.
Zwei Tage bleiben wir bei Sturm und viel Regen, genug Zeit Segel und Sprayhood zu flicken. Dann geht’s weiter Richtung Südosten über Isla del Medio zur Caleta Emilita, Canal O‘ Brien. Das Wetter ist „Patagonisch“ mehrmals täglich wechselt es zwischen Schneegestöber, Sonnenschein, Graupelschauer… Wind moderat bis stürmisch, segeln macht uns nach wie vor riesen Spaß, beim vielen ein und ausreffen wird einem auch nicht kalt!

Isla del Medio
Canal O’Brien und Neuschnee

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