Vavaú Islands

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Seit fünf Wochen sind wir jetzt schon im schönen Königreich Tonga, die Zeit vergeht schnell im Paradies. Erstmal haben wir das bisschen Zivilisation hier im Hauptort Neiafu genossen, endlich wieder frische Sachen auf dem Markt kaufen, das ein oder andere Bier mit neuen und alten Bekannten, funktionierendes Internet und was man halt so vermisst an eigentlich unwichtigen Dingen, wenn man fern jeglicher Zivilisation monatelang auf abgelegenen Atollen rumdümpelt. Aber natürlich sind wir durch dieses unglaubliche Insellabyrinth der Vavau-gruppe gesegelt und haben uns zusammen mit Inti die wirklich schönen Ankerplätze angesehen, die hier durchnummeriert sind, um es den Charterbooten einfacher zu machen. Hier trifft man viele Australier und noch mehr Neuseeländer, die hier gerne den Winter verbringen, entweder mit ihren eigenen Booten oder eines chartern. Die Landschaft erinnert wirklich ein wenig an Griechenland und ist ganz anders als der bisherige Pazifik,  schroffe Felsen die oft senkrecht aus dem Meer ragen, hunderte kleine Inseln mit tiefen, dunklem Wasser dazwischen,  herrliche Strände und leuchtblaue Ankerplätze, nur die Vegetation ist um einiges üppiger und natürlich tropischer…Und überall schwimmen und blasen die Buckelwaale, denen das geschützte und tiefe Wasser sehr zu gefallen scheint. Als wir in der Blue Lagoon geankert haben (ich glaube das war die Nummer 11???), haben wir Elke und Werner aus Deutschland besucht, die hier seit 25 Jahren leben und einen TO-Stützpunkt für Segler betreiben. Selber hier mit einer Yacht angekommen haben sie sich auf einer der kleinen Inseln ihr eigenes,

Der Markt in Neiafu, endlich wieder Frischzeug an Bord
Ganz andere Landschaft als die Atolle, ein bisschen wie Griechenland

Abraxas in der blue Lagoon
Zu Besuch bei Elke und Werner in ihrem Paradies

T

Ankerplatz Nummer 7
David’s Beachbar unter dem größten Banyanbaum Vavaú’s
Claudia und Jona im Romantik Bananaboat

Inti passt nicht in die Höhle

kleines Paradies geschaffen und freuten sich sehr über unseren Besuch. Eine Insel weiter treffen wir David und seine Frau Hina, die elf Kinder haben und dessen UrUrgroßvater auch aus Deutschland war und nach dem zweiten Weltkrieg hier geblieben ist. Er baut Kava und Tabak an, und wenn genug Yachten bei ihm vor seiner unglaublichen Beachbar unter dem größten Banyanbaum liegen, grillt er gerne für eine kleine Spende ein Schwein und alle sind willkommen. Dieses Glück wurde uns auch zuteil und es war ein herrlicher Abend mit unvergessen gutem Essen. Oder Joe aus Österreich, auch er seit über 25 Jahren in Vavaú hängen geblieben und der am liebsten beim Bier in der Bar sitzt und hier nie mehr weg will. Auf unsere Frage wie man hier an ein Grundstück kommt, antwortet er nicht mehr ganz nüchtern: „das kann nur der König oder der Kava man…“ Aha sagen wir interessiert, der Kavaman? Aber er meinte government, naja der Dialekt und das Bier, da kann man sich schon mal missverstehen, aber seit dem suchen wir kichernd nach dem Kavaman der uns ein Grundstück vermittelt…so vergeht dann die Zeit schneller als man denkt…

Morgen wollen Inti und ich ausklarieren um dann am Wochenende mit hoffentlich mal passendem Wetter die etwa 400 Meilen nach Fidschi, Savusavu zu segeln. Meiner kaputten Rippe geht es mittelerweile deutlich besser, die Segel sind frisch geflickt und die Boote fit für das nächste Abenteuer…

20000 Seemeilen hat Abraxas seit Milina in ihrem Kielwasser gelassen und 4 Jahre sind wir jetzt schon auf der Reise, und vor uns liegt der 180ste Längengrad, danach wird rückwärts gezählt… Bis bald aus Fidschi

3 Responses

  1. Steffen

    Oh wie schön. Es geht euch gut. Wir haben hier zum Glück einen schönen Sommer der uns zumindest Wetter massig nicht zuviel Neid zulässt. Aber das Abenteuer an sich habt ihr gepachtet. Das ist gut so und macht Spaß zu lesen. Gute weiter Fahrt. Ich drücke dich und euch ganz fest. Bin gespannt was als nächstes kommt. Prost aus dem Biergarten.

  2. Mesut Özil

    Hi aller Bester,
    Gute Reise nach Fiji. Viel Angelglück und achterlichen Wind.
    Uns weht es nach GR.
    Bula bula
    PS. Das alte Pseudonym war zu peinlich, ich Versuche es Mal mit dem…

  3. Stefan Blasberg

    Bula Bula und kalo Mina aus Savusavu, Fiji… Sind gut angekommen nach einer rekordverdächtigen und perfekten Überfahrt, 410 Seemeilen in 70 Stunden! Wer braucht da noch eine Swan? Fiji erinnert ein bisschen an Indien und die Menschen, das Essen und das Bier sind herrlich… und lieber Hoeneß, dein neues Pseudonym gefällt mir viel besser:-) Und grüß mir Hellas nach dem ich manchmal Heimweh habe…

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