Moorea, von Helena

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Seit 2 Wochen bin ich nun an Board der Abraxas im Südseeparadies.  Zunächst in Tahiti angekommen (natürlich landestypisch begrüßt vom Käptn mit duftenden Blumenketten morgens um 5) durfte ich gleich das lustige Fahrtenseglerleben kennenlernen. Am Ankerplatz vor Papeete hängen Freaks aus aller Welt mit ihren teilweise skurrilen Booten. Gleich nebenan z.B. „Goti“ , eine noch kleinere Yacht als Abraxas mit 3 jungen, sehr lustigen Norwegern an Board. Sie geben eine schräge Abschiedsparty,  und so sitzen ca. 10 Leute auf dem klitzekleinen Boot und feiern die ganze Nacht. Sogleich bin ich involviert in die Beziehungsdramen am Ankerplatz,  wer mit wem …usw. Alle sind sehr hilfsbereit und helfen sich gegenseitig wo es nur geht (ein ziemlich verrückter Einhandsegler aus Alabama,  der recht gerne ganztags das einheimische Bier Hinano trinkt, und wahrscheinlich den Absprung so schnell nicht schafft, hat dem Abraxaskäptn seinen Mietwagen geliehen um mich abzuholen, weil der ihm seine Windsteueranlage repariert hat). Dann wurde jedoch der Trubel zu viel und wir verlegten uns etwas weiter in die Lagune, um nach einem versunkenenen Flugzeug zu schnorcheln. Gefunden haben wir es sogar,  und dazu noch zwei versunkene Boote. Das Mittelmeer gewöhnt muss ich nun umdenken…ich schnorchle mitten im Pazifik!! Längst vergessene Traumata kommen hoch…diese verdammte Weiße Hai Musik kommt wieder in Erinnerung..jaja es ist schon ein Thema zu wissen in diesem Gewässer wohnt mehr als nur ein Hai…aber blicken lassen hat sich noch keiner, nicht mal der lustige Schwarzspitzenriffhai. Wir segelten dann die 20 km nach Moorea (welche die schönste der Society Islands sein soll, und wirklich traumhaft ist). Leider hatte ich noch keine Seebeine und musste die Fische füttern. Seitdem jagt ein Abenteuer das Nächste!  Puh, das Abraxasleben ist aufregend! Um hinter ein Außenriff zu gelangen, muss das Boot die Riffeinfahrt passieren. Links und rechts davon brechen meterhohe Wellen…und da soll man durchkommen? Da ich die Augen zu hatte fehlen mir ein paar Details, aber mein Körper fühlte, dass Abraxas zeitweilig senkrecht in den Wellen stand…und ich war nicht angeschnallt weil so Oldtimer keine Gurtpflicht haben! Hat man es dann geschafft und überlebt wird man mit dem allerschönstem Lagunenleben belohnt. Ein Traumankerplatz neben einem intakten Korallenriff!  Vor einem kleinen Motu mit Sandstrand! Des Käptn’s feine Bordküche! Sundowner every day at 5pm! Wunderschöne SUP Paddel Touren im kristallklaren Wasser mit Fisch sightseeing ohne Schnorchelbrille! Landausflüge zu Wasserfällen,  der Weg dorthin führt durch tropische Gärten mit üppiger Vegetation, wo alles wächst was man sich vorstellen kann. Nach jedem Ausflug kommt man zurück an Bord mit einem Rucksack voller Bananen,  Mangos,  Papayas, Avocados,  Brotfrucht,  welches alles wild am Weg wächst. Die Einheimischen die man unterwegs trifft sind sehr freundlich und rufen einem immer ein fröhliches „Jorana“ zu, aus fast jedem Häuschen dringt lustige  Musik, es macht einen sehr gemütlichen Eindruck hier. So lässt es sich gut leben an Bord der Abraxas! Der Käptn hat fast immer gute Laune.  Zwidern wird er nur wenn das Bordklo nicht pumpt, sein selbst gebackener Brotteig nicht macht was er soll oder die Crew vergisst die Leselampe zu löschen. Ansonsten singt und pfeift er den ganzen Tag. Ein bisschen gejammert hat er nur , als wir mit seinen Segler Freunden einen Ausflug um die Insel mit Leihscootern unternahmen,  da es fast den ganzen Tag regnete. Und nicht sehr warm war. Jaja der Höneß würde sagen Dramaqueen …aber dann kocht er am Abend den besten Bonito (kleiner Thunfisch), macht davon sehr geiles Sushi, trinkt paar Hinano und dann ist es wieder sehr gemütlich. Zwar bin ich auf dem kleinsten Boot mit unterwegs, aber mit dem besten Käptn.  Er hat immer alles Griff. Seine Freunde mit größeren Booten schicken ihn bei anspruchsvollen Passdurchfahren  voraus,  so nach dem Motto wenn er es schafft ,

Mein erstes Unterwasserfoto, ein Tigerray
Beute nach Spaziergang, Papayas, Bananen, Avocados, Brotfrucht und Mango…
Rund Moorea auf Scootern
Käpt’ns kalte Dusche
Südseeschönheit und Abraxas vor Motu Ahi
Alfred wohnte unter Abraxas und liebt Kürbis

schaffen wir es auch…und so war es natürlich! Seit einer Weile ankern wir nun in der berühmten, etwas touristischen Traumbucht Opunohu Bay, da wir die tolle Haapiti Lagune wegen Schlechtwetter verlassen mussten (ja hier gibt es auch Tage mit Regen , Wolken und Pullipflicht). Mir wurde diesmal nicht übel und ich konnte den Törn fast genießen. Zumal an der Riffeinfahrt plötzlich eine Buckelwalmutter mit ihrem Jungen auftauchte, die wir minutenlang auf wenige Meter Distanz beobachten konnten. Kaum geankert erscheint ein großes Kreuzfahrtschiff am anderen Ende der Bucht.  Findet man natürlich doof und lästert. Aber dann Abends geht dort plötzlich die Post ab. Ein Riesen Feuerwerk erhellt fast eine halbe Stunde lang die Bucht! So können wir teilhaben am sauteuren Spektakel für die Millionäre. Nachdem furiosen Finale tröten die Ankeryachten mit ihren Nebelhörnern Beifall. Und auch wenn wir in Moorea hängen bleiben und es nicht bis Bora Bora schaffen, kann der Südseetraum nicht schöner sein…

13 Responses

  1. Oliver

    Das hört sich doch alles schwer nach Abenteuer an und sieht dabei auch noch großartig aus, besonders die Südseeschönheit. Schöne Grüße vom Badewannenmeer aus Ligurien auch an Alfred
    …und immer schön die Fische füttern, wenn man später wieder welche rausziehen will

  2. Oskar und Papa Ulli

    Sehr schön geschrieben, findet auch der liebe Papa Ulli. Machts eich a schene Zeit! Schönen Gruß von der Autobahn Richtung Frankenland.

  3. Tschulaila

    Hach, ihr zwei süßen! Wie schön zu sehen, wie schläääächt es euch geht… aber Helena, Wehe du kommst nimma heim vor lauter südseetraum!!

  4. Ulli Hoeneß

    Ich hab ja gehört, das du gleich da unten bleibst. Find ich schon irgendwie krass.

  5. Andreas Fuckingfreak

    Good to see that you guys had fun on Moorea. Im kinda bummed out I didnt get to see it now. Some fish feeding is to be expected when youre straight off the plane from the german big city life. Enjoy the south sea life in all its beauty, it really is a spectacle of a lifetime. Im in Melbourne, been living about the same lifestyle as Jona and Stephan were talking about in Berlin back in the day. The sweet fruits of society. But, starting work on monday, this country sure takes its toll on the wallet.

    Fair winds, and have fun to the both of you! Say hi to all the freaks 😉

  6. Reni und Gert

    Und ihr habt doch geheiratet, weil der Stepke seine Blume am rechten !!! Ohr trägt, wie der Till, der sich mit den Bräuchen da unten auskennt, uns aufgeklärt hat. Demnach bleibt ihr wirklich in diesem Paradies. Macht euch keine Sorgen, um Oskar kümmern wir uns schon !!! Alles Liebe euch Beiden und weiterhin eine Hailose Zeit.

  7. Sebastian

    Großartig geschrieben. 🙂 Euch noch eine weitere schöne Zeit. Hoffe Du bekommst zur Traumabewältigung noch einen Hai zu gesicht!
    Gruß aus Tarifa

  8. Anja Sänger

    Jorana, Ihr wilden Paradies- Vögel!
    Was für ein kunterbunter Reisebericht, Lieblings-Helena!
    Wilde Abenteuer wünschen wir Euch noch & hoffen die Hochzeit wird auf Bora Bora nachgefeiert ♡♡ Oskar kann auch nach Berlin kommen…
    Fette Knutscha dem besten Käpt’n – Bruder & Granat’n-Helena aus Italien von Anja, Kim, Zora, Zampano & allen Flosder’s

  9. Katharina

    Ossi Maria Moses, du kannst immer zu uns kommen…
    Wir fliegen dann gemeinsam deine Mama besuchen…
    Noch eine schöne Zeit im Paradies!

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