Bora Bora n’oubliez

Eingetragen bei: Auf der Reise | 14

Nach fünf wirklich tollen Wochen mit Steffen an Bord, hat dieser Abraxas hier in Bora Bora wieder verlassen und ist mittlerweile gut Zuhause angekommen. Eigentlich wollte er noch sowas wie einen Abschlussbericht schreiben,  hat es dann aber verständlicherweise vorgezogen seine letzten Tage in der Südsee zu genießen, und deshalb werde ich ihn hier nur aus seinen Notizen zitieren, die er an Bord zurück gelassen hat, unter anderem der Titel dieses Beitrags, ein herzerweichendes, polynesisches Lied, das wir hier mehrmals live hören durften…

„…so tingeln wir von Motu zu Motu rund um Tahaa. Pessimisten könnten von Monotonie in der Südsee sprechen, türkises Meer, Palmen, Fische und Kokosnüsse… Optimisten aber genau andersrum. Wir ankern an Traumplätzen, schnorcheln durch intakte Korallengärten und bunte Fischschwärme, entern Luxusressorts und nutzen deren kostenloses WLAN. Wir sehen Vanille und Zuckerrohr wild und auf Plantagen, bekommen von den Einheimischen Mangos, Bananen und Papayas geschenkt, ein Paradies bei 30 Grad…“

Dann segeln wir weiter nach Bora Bora und unterwegs beißt endlich mal wieder ein Fisch an der Schleppangel. Leider wohl ein deutlich zu großes Exemplar das wir nicht mal zu Gesicht bekommen, denn er reißt die Angelleine, die auf über 100 Kilo ausgelegt ist, trotz Ruckdämpfergummi einfach ab und nimmt den schönen, neuen Rapalla leider mit… schade, aber an Bord bekommen hätten wir den sowieso nicht, und Steffen besteht darauf das es sicher ein U-boot war und kein Fisch, weil das ja auch besser zu seinem Anglerpech passt.

In die Lagune von Bora laufen wir dann mit Vollzeug ein und segeln gegen Wind und Strömung durch den Pass bis zu unserem ersten Ankerplatz. Und ja, diese Insel ist wirklich etwas besonderes. Wenn man diesen schroffen Berg in ihrer Mitte, umgeben von einer besonders leuchtenden Lagune sieht, kann man den Hype dieser Traumdestination ein wenig besser verstehen.

Steffen: „…das Wasser hier erscheint einem noch viel blauer als auf den anderen Societys, die Lagune noch weiter bis zum Aussenriff. Wir schnorcheln durch die Unterwasserlandschaften und finden versunkene Segelboote an denen man sogar noch ein paar Kleinteile ernten kann.

Die vielen Ressorts sind der Landschaft kein Dorn im Auge, wecken aber kritische Gedanken. Wieviel kommt bei den Einheimischen von dem vielen Tourismus an? Hier wo am meisten Geld ausgegeben wird, wohnen die Menschen in den ärmlichsten Hütten. Sicher verdienen auch einige Fischer und Boottaxis an dem Rummel, aber das dicke Geld bleibt wohl bei Hilton, Interconti und den Kreuzfahrtgesellschaften…“

Ja dem kann ich nur zustimmen, und wie immer und überall auf der Welt bleibt das Geld brav beim Geld. Und obwohl man es ja besser weiß, ist es trotzdem erstaunlich wie viele Leute sich anscheinend so einen Urlaub leisten können, in dem eine einzige Übernachtung bis zu 1500 Euro kosten kann (haben wir gegoogelt!…und es ist mit Absicht kein Foto von diesen Luxushütten in diesem Bericht dabei, wer das sehen will kann selber Bora Bora googeln…)

Aber trotz dem allen haben wir hier eine fantastisch gute Zeit und tingeln um die ganze Insel von happy hour zu happy hour… Wir paddeln staunend durch die Luxusressorts und finden doch glatt Queen Mary, mein altes Dinghy im Yachtclub von Bora Bora wieder, die es hier nicht schlecht getroffen hat. Wir legen im kleinen Haupthafen Vaitape an und freunden uns mit Musikern im Hafen und einer jugendlichen BMX-Gang an… Steffen: „…abends setzen sich 6 Jugendliche BMXler zu uns neben Abraxas, nachdem wir Ihnen beim Sprung über eine selbstgebaute Rampe ins Wasser applaudiert haben. (Das gleiche haben der captain und ich in unserer Jugend gemacht, und selbst die Rampe hätte von uns sein können. Nur hieß das bei uns Lakejumping, und hier ist es Blue Lagoon jumping…) Dann wird auch die Sprache nebensächlich. Jeder gibt, sagt und gestikuliert was er eben kann. Die Jugendlichen finden uns cool,  das wir auf der kleinen Abraxas aus Europa im Hafen liegen,  und wir finden die Jungs cool weil sie ihre Tage nicht vor einem Computer verbringen und uns an unsere eigene Jugend erinnern…“

Ja, und mittlerweile ist auch Inti hier eingetroffen, genau rechtzeitig um Steffen noch zu verabschieden, und gemeinsam warten wir auf das richtige Wetterfester zum weitersegeln,  denn Steffen scheint das gute Wetter mit nach Bayern genommen zu haben. Hier regnet es viel seit er weg ist (gut für die Wassertanks, die endlich randvoll sind), aber Maupiti haben wir so gut wie gecanelt wegen zu hoher Wellen, und werden wahrscheinlich am Wochenende direkt nach Maupiha segeln,  hopefully… Dann wird es eine Weile wohl wieder kein Internet geben und etwas stiller auf alekistan… Aleko! Du bist dran!  Wo treibst du dich rum???

Zum Schluss kommt nochmal Steffens Schmierzettel zu Wort: „…ich werde diesen abenteuerlichen Urlaub mit stepke und Abraxas nicht vergessen. Diese Chance, die Society Islands mit einem Segelboot zu bereisen ist zwar auch auf Charteryachten durchaus für jeden gegeben, jedoch mit Abraxas (immer das kleinste Segelboot) ist man überall willkommen und man fühlt sich selbst als Sehenswürdigkeit. Ich wünsche dem Captain weiterhin eine gute Fahrt und Zeit und bin froh darüber ein kleiner Teil dieser Reise gewesen zu sein!

Maururu (Danke) captain…“

Dito Maururu, Steffen, schön das du da warst, es war eine herrliche Zeit mit dir auf Abraxas!!!

Peter mit der Nase

Herrlich und herzerweichend die Musik hier
Aproching Bora Bora
Im Hafen von Vaitape…
Begrüßungskomitee
Doch, doch, das Lenkrad dreht noch…
Beim plündern…
Das hat Steffen und mich sehr an unsere eigene Jugend erinnert:-)
Au au, dieses Blau
Feiertag im geschlossenen Yachtclub von Bora Bora, wo jetzt Queen Mary wohnt:-)

14 Responses

  1. Tschulaila

    Lieber Stepke, komm gut weiter mit der treuen Abraxas! Passt aufeinander auf, wir machen das hier auch. Immer wieder hör ich von Steffen kleine Geschichten von eurer Zeit, und ja, es hört sich alles nach einer Hammer Zeit an. Kloaheislige Grüße und Küsse

  2. Tschulaila

    „War auch n u-Boot“ sagt der Steffen, während er deinen Bericht liest 🙄

  3. Steffen

    Boa ey, dieser Steffen hatte wohl ne tolle Zeit. Ich wollte die letzten Tage nicht damit verbringen Buchstaben in das Tablet zu schreiben, darum habe ich diesen Abschluß Beitrag nicht mehr fertig bekommen. Aber so ist es ein gemeinsam geschriebener Bericht geworden und ich glaube wir haben beide eine unglaublich schöne Zeit gehabt. Wir haben uns (bis auf beim Kniffeln) derart gut verstanden, unterhalten und die Zeit vertrieben, dass ich es nicht leicht hatte abzureisen. Nimmermehr werde ich diese 5 Wochen vergessen. Zefix 😤. Ich wünsche dir eine gute Weiterfahrt und vergiss nicht die Koordinaten zu kontrollieren.

    • Stefan Blasberg

      Jo Mann, das werde ich tun und der Fisch war dann eben ein U-Boot, von mir aus… Inti und ich haben heute ausklariert und Samstag stechen wir in See nach Mauphia… Wir vermissen dich, alles gute und grüße von uns allen…

  4. Reni und Gert

    Ein sagenhafter Bericht und beeindruckende Bilder. Wir beneiden dich alle hier in Berlin.
    Machst gut und pass auf Dich auf. Wir lieben Dich. Ahoi

  5. Leo

    Hey Stepke deine reise wird immer besser und wir alle immer neidischer! Genieße es und sag bescheid wenn du loss fährst vielleicht kann ich dir eine gute wettervorhersage geben!

    LG

  6. El Presidente

    Hi Stepke, gut zu hören das du wieder unterwegs bist! Hoffe bald mal Bilder von Kängurus zu sehen…
    El Presidente ist zur Zeit Privatier.
    Nach einem guten Monat (April, Mai) segeln in der nördlichen Ägäis ist er jetzt zur Sommerfrische in Schottland. Eine Segeltour ist geplant, vielleicht gibt’s dann nochmal nen kleinen Bericht.
    Weiterhin alles gute

  7. Julie and Tony

    Hello dearest Stepke,
    What paradise you find yourself in, we are so jealous!
    Your photos are so beautiful.

    Several family commitments stop us from going to Greece this year but looking at your photos, I think I would like to charter a boat in Bora Bora!

    What a stunning 4 years you have experienced and such tales to tell, good luck and continued happy sailing xx

    Julie & Tony xx

  8. Steffen

    Hallo captain. Habe gehört du bist in den Randinseln von Tonga gestrandet. Da der ein oder andere lang nicht von dir gehört hat gebe ich diese Info hier mal weiter. ✌️ Alles Gute auf das der Motor wieder läuft. Bis hoffentlich bald mal wieder Netz verfügbar ist. Grüße aus dem Hamsterrad.

    • Stefan Blasberg

      Ja wir sind gut im Königreich Tonga angekommen, zusammen mit Inti auf der kleinen Insel Niuatoputapu, südlich von Samoa und die friendly Islands machen ihrem Namen alle Ehre… Nur mit dem Internet klappt es bei mir nicht so gut wie auf Inti, auf deren Blog „Radio Pelicano“ kann man schon was über Tonga lesen, bei mir wird’s wohl noch etwas dauern… Aber ich war die letzten Tage sowieso nur mit meinem Motor beschäftigt, der aber jetzt glücklicherweise wieder zu laufen scheint!
      Danke Leo für dein Wetterangebot, habe es in Suvarrow schon über Satellitentelefon versucht, hat wohl aber leider nicht geklappt…und Aleko, Du schuldest mir ein Bier! Das Rennen nach Tonga habe ich ja wohl gewonnen, auch wenn es fast vier Jahre gedauert hat:-)

  9. Busso Prillwitz

    Hallo Stepke, nach langer Pause mal wieder Gruesse von Busso, Marga und KELANI. Weiter gute Reise!

  10. Aleko

    Ja, das Bier hast du gewonnen!
    Wie wärs mit einem kühlem Bishops Finger hier auf den Äußeren Hebriden?

  11. Kessi

    Hallo Stepke
    Was für Oberschlager Bilder, Berichte, Kommentare – hab seit längerem nicht nachgeschaut wo du gerade bist und Stunden gebraucht aufzuholen…. bin so erleichtert wie erfreut zu sehen wie gut es dir geht
    Big hugs and kisses vom Urlaub in Schondorf am Ammersee – frag mich grad wann und wo ich dich mal wieder seh 😉😘

  12. Kessi

    Darn – jedesmal wenn ich was schreib geht’s nicht durch again: Love hugs and kisses Stepke!

Hinterlasse einen Kommentar